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Scoliosis Research Society
SRS: Scoliosis Research Society

Scoliosis Research Society

Auf die optimale Versorgung von Patienten mit Wirbelsäulendeformität gewidmet

 

Kyphose

Einleitung
Spine
Betrachtet man die normal geformte Wirbelsäule von hinten, scheint sie über ihre gesamte Länge gerade zu sein. Von der Seite jedoch sind zwei Wölbungen zu sehen. Am oberen Rücken ist eine sanfte Rundung, beginnend bei den Schultern bis hin zum unteren Teil des Brustkorbes, sie wird als thorakale Kyphose bezeichnet. Die entgegengesetzt verlaufende Kurve im unteren Bereich des Rückens bildet die lumbale Lordose. Diese beiden gegenläufigen Krümmungen der Wirbelsäule sind notwendig, um den Rumpf und den Kopf über dem Becken im Gleichgewicht zu halten. Eine normal geformte thorakale Wirbelsäule erstreckt sich vom ersten bis zum zwölften Wirbel und besitzt eine leichte Kyphose zwischen 20° und 45°. Wenn die Wölbung mehr als 45° aufweist, spricht man von einer Hyperkyphose (Rundrücken). Eine klassische Form der Hyperkyphose ist der Morbus Scheuermann. Er entsteht während der Pubertät durch die Ausbildung von Keilwirbeln.

Es ist zur Zeit nicht bekannt, auf welche Ursachen die Bildung einer Hyperkyphose zurück zu führen ist. Es scheinen mehrere Faktoren zusammen zu kommen, zu dem sind männliche Patienten häufiger als weibliche betroffen.