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Scoliosis Research Society
SRS: Scoliosis Research Society

Scoliosis Research Society

Auf die optimale Versorgung von Patienten mit Wirbelsäulendeformität gewidmet

Kyphose

Fixierte sagittale Dysbalance

Ursachen für eine fixierte (strukturelle) sagittale Dysbalance (Flatback Syndrome)

1. Angeborenene Fehlbildung der Wirbel
Wenn ein oder mehrere Wirbelkörper von Geburt an (oder während des Wachstums) keilförmig ausgeformt werden, kann die Wirbelsäule keine korrekt ausbalancierende Lordose entwickeln. Kindliche Wirbelsäulen sind meist flexibel genug um dies zu kompensieren. Allerdings, verliert die Wirbelsäule des erwachsene Wirbelsäule im Laufe der Zeit diese Flexibilität und gleicht sich dann den fehlgeformten Wirbeln an.

2. Verlauf
Eine Ausgleichs-Kyphose der Lendenwirbelsäule kann sich wieder zurückbilden, da die Bandscheiben im Laufe der Zeit degenerieren. Genauso gut kann im Laufe der Zeit auch eine progressive Kyphose der Brustwirbelsäule die ausgleichende Lendenwirbelsäule überwinden. (Klicken Sie hier für ein Beispiel) [dorsale Osteotomie Beispiel]

3. Postoperativ:
Postoperativ als Ursache bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Körper nicht in der Lage war, sich der sagittalen Veränderungen, die durch die Operation entstanden sind, anzupassen. Häufige Ursachen sind mehrsegmentale Fusionen, die mit einem Verlust einer korrekten Lordose einhergehen oder eine postoperative Infektion

Postsurgical FSI:
Postoperative sagittale (strukturelle) Dysbalance:
A)Fortschreitendes Absenken (Höhenverlust) der Wirbelsäule nach einer segmentalen lumbalen Fusion (Versteifung der Lendenwirbelsäule, die einen signifikanten Verlust der lumbalen Lordose zur Folge hat).
B) Infektion oberhalb der hypolordotischen (zu wenig Lordose) Fusion führt zur Dekompensation in der sagittalen Ausrichtung)
C) Distraktionsinstrumentation endet in einem „Flat-back“ Syndrom

4. „Flat-Back Syndrom (Flachrücken):
In der Anfangszeit der Wirbelsäuleninstrumentation gab es Implantate, die unter dem Namen Harrington Stabssystem bekannt waren. Mit ihm wurde die Wirbelsäule ähnlich, wie man mit einem Wagenheber ein Auto anhebt, begradigt. Während das Harrington System durchaus effektiv die Wirbelsäule gerade ausrichtete, tendierte das System jedoch dazu, auch die normale Lordose und Kyphose zu begradigen, was zu einem zu flachen Rücken, dem „Flat-Back Syndrom“ führte.

5. Infektionen

6. Übergangssyndrom
Wenn ein Wirbelsäulensegment fusioniert ist, erfahren die Anschlusssegmente zusätzliche Belastung. Zeitweise können Knochen brechen oder der Zustand der Bandscheiben kann sich deutlich schneller verschlechtern.

Transition syndrome:
Übergangssyndrom
A) Eine 65 jährige Frau mit einer thorakolumbalen Skoliose und einer leichten sagittalen Dysbalance (die Ebene des Kopfs ist vor der Ebene der Hüften) wurde von TH10 bis zum Kreuzbein versteift.
B) Nach der Operation war ihre Wirbelsäule in der sagittalen Ebene normal ausgerichtet.
C) Nachdem Sie hingefallen war, entwickelte sie eine Fraktur oberhalb der Versteifung und sie begann sich nach vorne zu neigen.
D) Nach einer Zeit, schritt ihre fixierte sagittale Dysbalance weiter fort und machte es ihr schwer aufrecht zu stehen.