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Scoliosis Research Society
SRS: Scoliosis Research Society

Scoliosis Research Society

Auf die optimale Versorgung von Patienten mit Wirbelsäulendeformität gewidmet

Kyphose

Fixierte (strukturelle) sagittale Dysbalance

Konservative Behandlung

Die konservative Behandlung bei einer fixierten sagittalen Dysbalance ähnelt den Behandlungsarten anderer Wirbelsäulenerkrankungen. Zuerst werden Medikamente gegen Entzündungen und Physiotherapie empfohlen. Die epidurale Injektion kann hilfreich sein, um eine lumbale Radikulopathie (eingeklemmter Nerv) zu diagnostizieren und zu behandeln. Das Tragen eines Korsetts ist uneffektiv, weil es nur die Haltungsmuskulatur schwächt und nicht etwa die zugrundeliegende Krankheit behandelt. Wenn die Dysbalance weiter voranschreitet und deutliche Schmerzen entstehen, dann ist normalerweise eine Operation indiziert.

Diagnostik

Upright long-cassette radiographs
Röntgen-Ganzaufnahme eines stehenden Patienten:
Diese Aufnahmen zeigen, wie wichtig es ist,
dass Ganzaufnahmen durchgestreckte Knie und
Hüften einschließen. Das linke Bild zeigt den
Patienten in einer Kompensationshaltung,
während das rechte das Ausmaß der sagittalen
Dysbalance zeigt. (Es handelt sich um die
selbe Person – jedoch mit durchgestreckten
Knien und Hüfte)
Um das zugrundeliegende Problem vollständig zu verstehen wird bildgebende Diagnostik benötigt

  • Röntgenbilder:
    Längsaufnahmen des stehenden Patienten mit ausgestreckten Knien und Hüften sind ausschlaggebend, das Ausmaß der Dysbalance zu verstehen.
  • Computertomographie:
    Ein CT hilft bei der exakten Bestimmung der knöchernen Strukturen. Die Magnetische Wirkung des MRTs reflektiert eine eventuell bereits vorhandene Instrumentation, was es schwierig macht, die Anatomie exakt zu beurteilen. CT-Myelogramme unterstützen die Beurteilung der Instrumentation und Bereiche von Nerveneinengungen zu diagnostizieren. Durch diese Untersuchungsform ist es auch möglich nicht fusionierte Regionen ausfindig zu machen (Pseudoarthrosen)
  • Magnetresonanztomographie:
    Das MRT ist der Golden-Standard, um die Anatomie der Nerven und Bandscheiben darzustellen
  • Knochenszintigrafie
    Eine Dreiphasen-Skelettszintigrafie zeigt Bereiche mit zunehmender Aktivität auf, die auf eine Pseudoarthrose oder andere Anomalien hinweisen können.