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Scoliosis Research Society
SRS: Scoliosis Research Society

Scoliosis Research Society

Auf die optimale Versorgung von Patienten mit Wirbelsäulendeformität gewidmet

Kyphose

Fixierte sagittale Dysbalance

Chirurgische Behandlung

Der Entscheidungsprozess, ob operiert werden soll oder nicht hängt von vielen Faktoren ab: unter anderem vom Typ der sagittalen Dysbalance, der Vorgeschichte vorangegangener Operationen, dem Grad und der Lokalisation der Nerveneinengung, dem Alter und dem gesundheitlichen Zustand des Patienten. Unten finden Sie eine Beschreibung verschiedener Arten der Wirbelsäulen Osteotomien:

1. Dorsale Osteotomie (auch “Smith-Peterson” oder “Ponte” Osteotomie genannt):
Das Verfahren schließt die Entfernung der Facettengelenke und des interspinösen Bandapparates mit ein, so dass die Wirbel über ein bewegliches Bandscheibenfach nach hinten geneigt werden können. Normalerweise limitiert das Facettengelenk die Extension der Wirbelsäule, doch ihre Entfernung ermöglicht es dem Chirurgen die Lordose zu betonen. Über mehrere Etagen, sind 5-15° Lordose pro Segment möglich.

Posterior Osteotomy
Dorsale Osteotomie:
A) Seitenansicht einer Wirbelsäule mit Knochen- und Facettenresektion
B) Seitenansicht nach Osteotomie
C) Laterales (seitliches) Röntgenbild einer Frau mit schwerer, rigider Scheuermann Kyphose
D) Laterales (seitliches) Röntgenbild nach OP. Die Osteotomie über mehrere Ebenen ermöglicht dem Operateur die Kyphose auf ein normales Level zurück zu bringen

2. Pedikelsubtractionsosteotomie:
Chirurgen nutzen dieses Verfahren um das kyphotische Segment zu durchtrennen. Diese Technik wird auch „geschlossene Keilosteotomie“ genannt, weil ein dreieckiges Stück des Knochens entfernt wird, so dass die Wirbelsäule anschließend nach hinten geneigt werden kann. Das Verfahren ist sehr wirksam, besonders im Lendenwirbelbereich, wo der Knochen größer wird und schon eine kleine Korrektur eine große Verbesserung zur Folge hat. Es ist so ähnlich, wie wenn man einen Keil zwischen Ziegelsteine steckt –eine unerwartete Krümmung wird in der Wirbelsäule erschaffen. Diese Operationsmethode erfordert eine zusätzliche Instrumentation oberhalb und unterhalb der Osteotomie.

Pedicle subtraction osteotomy
Pedikelsubtraktionsosteotomie:
A) Die Seitenansicht zeigt das Gebiet der Knochenresektion in hellrot.
B) Das lordotische Segment ist nach der Osteotomie wieder geschlossen. Anmerkung: Die vordere Wand des Wirbelkörpers ist jetzt doppelt so hoch, wie die Hinterkante.
C) Die Präoperative Röntgenaufnahmen (vor der OP) eines Patienten mit einer festverwachsenen sagittalen Dysbalance, aufgrund von Verknöcherung und Infektion
D) Seitenansicht einer wiederhergestellten Lordose nach Pedikelsubtraktions- Osteotomie

3. Wirbelsäulenresektion:
Die Wirbelsäulenresektion ist das wirksamste Verfahren aller spinalen Osteotomien. Sie ist erforderlich, wenn sich eine schwere Verkrümmung auf einen ganz kleinen Bereich der Wirbelsäule erstreckt. Im Wesentlichen beinhaltet es die kontrollierte Durchtrennung der Wirbelsäule mit Entfernung mindestens eines Segmentes im Scheitelpunkt der Deformität und anschließende Wiederaufrichtung der Wirbelsäule in ihre korrekte Form

Vertebral column resection
Wirbelsäulenresektion:
A) Die Seitenansicht der Wirbelsäule zeigt zusätzliche Knochenentfernung über der Pedikelsubtraktionsosteotomie (zusätzliche blaue Markierung)
B) Ein Transplantat oder ein Korb Implantat wird anstelle der abgetrennten Wirbelkörper platziert.
C & D) Die Frontal- und Seitenansicht einer Frau mit schwerer, rigider Kyphoskoliose.
E & F) Postoperative Röntgenbild (nach der OP) Frontal- und Seitenansicht nach der Korrektur.)

4. Ventrodorsale Osteotomie (von vorne und von hinten):
Gelegentlich kommt es zu fehlgeschlagenen Versteifungen, deren vorhandene Beweglichkeit kann zur Wiederherstellung der Wirbelsäulenaufrichtung genutzt werden. Dies erfordert möglicherweise einen vorderen und einen hinteren Zugang zur Wirbelsäule.