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Scoliosis Research Society
SRS: Scoliosis Research Society

Scoliosis Research Society

Auf die optimale Versorgung von Patienten mit Wirbelsäulendeformität gewidmet

Kyphose

Fortschreitende Kyphose / Verlauf

Chirurgische Behandlung

Wirbelsäulenversteifung / Fusion
Wenn die kyphotische Fehlbildung gravierender wird (größer als 80°) und der Patient häufig über zunehmenden Rückenschmerz klagt, dann wird möglicherweise eine Operation empfohlen. Ein chirurgischer Eingriff erlaubt eine deutliche Korrektur, typischerweise ist das weiteres Tragen eines Korsetts nach der OP nicht mehr notwendig. Je Ebene werden zwei Pedikelschrauben gesetzt und die Ebenen mit zwei Stäben verbunden. Dieses Verfahren macht eine schonende Aufrichtung der Wirbelsäule möglich. Die meisten Operationen werden von hinten durchgeführt, also rückenseitig. Jedoch empfehlen mache Chirurgen eine zusätzliche Operation an der vorderen Wirbelsäule. Patienten sind im Normalfall vier bis sechs Monate nach der Operation wieder in der Lage ihren normalen täglichen Aktivitäten nachzukommen. Die durch einen operativen Eingriff erzielte Korrektur ist bemerkenswert (Abbildung 1)..

A: Preoperative photo of patient with severe kyphosis secondary to Scheuermann's disease.   B: Preoperative x-ray of the same patient. C: Postoperative photos of the same patient one year after surgical correction of the kyphosis. D: Postoperative x-ray of the same patient.

(Abbildung 1
A) Patientenfoto vor der OP (Präoperativ) mit einer schweren sekundären Kyphose bis zum Morbus Scheuermann.
B) Präoperatives (vor der OP) Röntgenbild des selben Patienten
C) Postoperatives Foto des selben Patienten ein Jahr nach der chirurgischen Korrektur der Kyphose.
D) Postoperatives Röntgenbild des selben Patienten.

Smith-Peterson dorsale Osteotomie
Mäßig flexible Krümmungen werden oft allein dadurch korrigiert, dass der Patient in Bauchlage (also mit dem Gesicht nach unten) auf dem OP-Tisch liegt. Rigide (starre) Verkrümmungen erfordern jedoch zusätzliche Operationsschritte. Die Smith-Peterson Osteotomie ist eine häufige OP-Methode die bei der Korrektur mehrerer Etagen (Segmente) durchgeführt wird. Sie ermöglicht sicheres Ansetzen korrigierender Kräfte auf die Deformität. Jedes Wirbelsäulensegment ist durch seine beiden Facettengelenke in der Extension (dem Rückwärtsbiegen) limitiert. Entfernt man diese Gelenke und mobilisiert die Bandscheibe im vorderen Bereich der Wirbelsäule, ist eine zusätzliche Extension von nahezu 5-10° pro Etage (Segment) möglich. (Abbildung 2)

 A & B) Front and side X-rays of a person with severe, rigid Scheuremann’s kyphosis.  C) An illustration of a side view of the spine showing how the facet joints are removed.  D) After the facets are removed, the spine can be tilted backward.  E & F) Front and side X-rays after surgery.

Facette (Abbildung 2: A und B) Röntgen Vorder- und Seitenansicht einer Wirbelsäule mit schwerer, rigider Scheuermann Kyphose
C) Illustration einer Seitenansicht der Wirbelsäule, die zeigt wie die Facettengelenke entfernt werden.
D) Nach der Facettengelenk-Entfernung kann die Wirbelsäule nach hinten geneigt werden, d.h. im Bereich der Brustwirbelsäule wird die Kyphose vermindert, im Bereich der Lendenwirbelsäule die Lordose vermehrt.
E und F) Röntgen Vorder- und Seitenansicht nach der OP.