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Scoliosis Research Society
SRS: Scoliosis Research Society

Scoliosis Research Society

Auf die optimale Versorgung von Patienten mit Wirbelsäulendeformität gewidmet

Was ist eine Kyphose?

Congenital kyphosis at the junction of the thoracic and lumbar spine.
Abbildung 1: Kongenitale
Kyphose am thorako-lumbalen
Übergang
Definition und Klassifikation
Durch einen genetischen Fehler kommt es in den ersten sechs bis acht Wochen der embryonalen Entwicklung zur Fehlbildung im vorderen Bereich einer oder mehrerer Wirbelkörper und Bandscheiben. Diese Fehlentwicklungen werden entweder Formations- oder Segmentationsstörungen genannt. Der Defekt führt dazu, dass die Wirbelsäule während des frühen Wachstums eine starke Vorwärtskrümmung entwickelt. Diese wird Kyphose genannt und da sie bereits vor der Geburt entsteht, hat sie die Bezeichnung kongenitale, also angeborene, Kyphose. Die kongenitale Kyphose ist nicht erblich bedingt, sondern entsteht aus nicht bekannten Gründen.

Es gibt zwei grundlegende Arten einer angeborenen Skoliose: Zum einen die, mit Formationsstörungen und zum anderen die mit Segmentationsstörungen. Typ I weist eine Formationstörung an einem oder mehreren Wirbelkörpern auf und endet in einer Kyphose, die sich üblicherweise mit dem Wachstum verschlechtert. (Abbildung 1) Die Fehlbildung ist bei der Geburt in Form eines Knotens oder eines Buckel auf der Wirbelsäule des Säuglings zu erkennen. Typ II, die Segmentationsstörung tritt auf, wenn zwei oder mehrere Wirbel zusammenwachsen. Die Bandscheiben und die rechteckige Form der Knochen werden dann nicht oder nicht vollständig ausgebildet. Die kongenitale Kyphose mit Segmentationsstörungen wird häufig erst im Kleinkindalter diagnostiziert, wenn das Kind läuft.