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Scoliosis Research Society
SRS: Scoliosis Research Society

Scoliosis Research Society

Auf die optimale Versorgung von Patienten mit Wirbelsäulendeformität gewidmet

„Early Onset“ Skoliose

Behandlung

Casting / Rumpfgipsverbände

Einige Zentren behandeln Kleinkinder mit einem so genannten Body Cast bzw. korrigierendem Rumpfgipsverband (Abbildung 5). Das Anlegen des Gipsverbandes erfordert eine Vollnarkose, um die Flexibilität der Wirbelsäulenkrümmung zu erhöhen und die Applikation des Verbandes für Kind so angenehm, wie möglich zu machen. Üblicherweise wird der Gipsverband alle zwei bis vier Monate gewechselt meist unter Vollnarkose. Casting kann außergewöhnliches Skoliose- Management leisten, allerdings geht das zu Lasten des Tragekomforts (der Gipsverband kann nicht entfernt werden, wenn gebadet wird.

Serien Casting (mehrere Gipsverbandwechsel in regelmäßigen Abständen, dem Wachstum das Patienten angepasst) kann dazu genutzt werden, die Notwendigkeit einer Orthesenbehandlung hinauszuzögern. Der Gipsverband korrigiert die Deformität so weit, um mit der Orthesenbehandlung später anzuschließen. Da der Gipsverband nicht einfach entfernt werden kann, ist er wie ein Fulltime Korsett anzusehen. Viele Eltern bevorzugen das Casting dem Korsett, da es ewige Diskussionen um das Tragen des Korsetts mit den Kleinkindern nichtig macht.

Casting könnte sogar eine endgültige Methode, anstatt eine Verzögerungstaktik für die Skoliosebehandlung, werden. Untersuchungen in Großbritannien weisen darauf hin, dass in einigen Fällen Skoliosen bis auf 10° reduziert werden konnten, als sie das Erwachsenenalter erreicht hatten. Die Castingbehandlung begann bei Kindern mit einer durchschnittliche Verkrümmung von 32° ab dem 12. Lebensmonat. Patienten, die mit der Behandlung erst ab dem 18. Monat oder später begannen und eine Krümmung im Mittel von 52° hatten, erzielten weniger Korrektur, aber ihre Deformitäten stagnierten auf einem ähnlichen Krümmunsgswinkel.

Casting ist bei Kindern unter zwei Jahren darauf ausgelegt, eine Heilung zu erzielen. Das erfordert alle 2-3 Monate einen Verbandwechsel unter Vollnarkose. (Das Minimum sind fünf Castings). Das Ziel ist eine gerade, anatomisch geformte Wirbelsäule. Trotz extensivem Casting wird später immer noch ein Korsett nach der Casting Behandlung benötigt. Kinder, die älter sind als 2 Jahre, müssen alle 3-4 Monate zum Gipsverbandwechseln. Ältere Kinder die ein Rezidiv entwickeln können für weitere 4 Monate eine Gipserneuerung erhalten, um die Deformität zu korrigieren, bevor sie dann mit dem Orthesen Management fortfahren

Figure 5

Abbildung 5 – Patienten, mit in einem Skoliose Casting (korrigierender Rumpfgipsverband) . Brustkorb und Bauch bleiben frei, damit normales Atmen und Essen möglich ist. Die Schultergürtel sind optional.