MENU
Scoliosis Research Society
SRS: Scoliosis Research Society

Scoliosis Research Society

Auf die optimale Versorgung von Patienten mit Wirbelsäulendeformität gewidmet

Welche Behandlungsoptionen habe ich?

Chirurgischer Eingriff

Posterior Approach
Dorsalen Zugang
Anterior Approach
Vorderer Zugang
Der chirurgische Eingriff wird bei Patienten vorgenommen, deren Krümmungswinkel größer als 45° ist und die noch wachsen, oder wenn der Winkel über 50° ist und das Wachstum beendet ist. Bei der Operation wird eine Doppelstrategie verfolgt: Zunächst will man verhindern, dass die Krümmung zunimmt und als zweites versucht man die Krümmung möglichst etwas zu korrigieren. Heutzutage werden bei chirurgischen Eingriffen Metallimplantate genutzt, die an der Wirbelsäule angebracht werden und dann mit einem oder zwei Stäben verbunden werden. Die Implantate werden dazu genutzt, die Wirbelsäule zu korrigieren und sie in der korrekten Position zu halten, bis die Segmente, die operiert wurden fusioniert / versteift sind. Die Operation kann von hinten, also vom Rücken aus (dorsale Zugang) mit einem geraden Mittellinien Hautschnitt über der Wirbelsäule durchgeführt werden, oder von vorne-seitlich (ventro-lateraler Zugang). Obwohl es für beide Zugangsarten Vor- und Nachteile gibt, wird der hintere Zugang häufiger in der Behandlung der AIS (Adoleszenten Idiopathischen Skoliose) durchgeführt. Er kann für alle Krümmungsarten genutzt werden. Der vordere Zugang ist eine Möglichkeit einzelne thorakale Krümmungen (Brustwirbelsäule) oder einzelne lumbale Krümmungen (Lendenwirbelsäule) zu operieren. Viele Faktoren führen zur letztendlichen Entscheidung, welcher Zugang gewählt wird und Ihr Arzt wird die Optionen und die Wahl des Zugangs mit Ihren durchgehen.

Nach einem chirurgischen Eingriff, wird kein Gips-Verband benötigt. Der Krankenhausaufenthalt liegt im Allgemeinen bei fünf bis sieben Tagen. Der Patient kann Alltagsaktivitäten durchführen und normalerweise nach drei bis vier Wochen wieder zur Schule gehen. In Abhängigkeit von den Aktivitäten, die der Patienten machen möchte, darf er drei bis sechs Monate nach der OP wieder alles machen.

Diese drei Behandlungsmethoden sind allgemein akzeptiert und gut erforscht. Die Wirksamkeit alternativer Behandlungsmethoden, die eine Krümmung oder das Fortschreiten einer Krümmung verhindern sollen, wie zum Beispiel die Chiropraktik, die Physiotherapie, Yoga, und andere ist bisher noch nicht wissenschaftlich belegt. Jedoch können diese oder andere Methoden genutzt werden, wenn sie dem Patienten einen körperlichen Vorteil bieten, wie eine grundsätzliche Stärkung, Symptomlinderung verschaffen oder ähnliches. Sie sollten aber nicht dazu genutzt werden die Krümmung zu behandeln in der Hoffnung, dass die Skoliose sich dadurch bessert.